ABWASSERZWECKVERBAND

"OBERES ZSCHOPAU- UND SEHMATAL"

Kleinkläranlagenförderung

Erhalte ich 2016 noch Fördermittel für die Errichtung einer vollbiologischen Kläranlage?

Mit dem 31.12.2015 lief die Förderrichtlinie RL SWW 2009 zur Förderung der Errichtung bzw. Ertüchtigung vollbiologischer Kläranlagen aus. Im Verbandsgebiet des AZV haben nach letzter Erhebung ca. 180 Grundstücke noch nicht den Stand der Technik erreicht. Das heißt, dass knapp 500 Einwohner noch teilbiologische Anlagen bzw. abflusslose Sammelgruben mit einer nicht ausreichenden Vorreinigung der Abwässer betreiben.
Gerade im vergangenen Jahr bemühten sich viele Grundstückseigentümer der gesetzlichen Forderung noch rechtzeitig gerecht zu werden. Jedoch konnten einige Anlage aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht  fertig gestellt werden.
Für diese bestimmten Ausnahmefälle, die nachweislich unverschuldet ihre Kleinkläranlage bis Ende 2015 nicht auf den Stand der Technik bringen konnten, wird ausnahmsweise nach der neuen Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft – RL SWW 2016 auch noch im Jahr 2016 eine Förderung gewährt. Grundstückseigentümer, die in diesem Jahr eine Förderung beantragen und deren Inbetriebnahme erst 2016 erfolgt, durchlaufen ein gesondertes Prüfverfahren.
Der Abwasserzweckverband ist verpflichtet hierzu eine entsprechende Stellungnahme abzugeben. Möglichkeiten zur Förderung erhalten hierbei auch Grundstückseigentümer, welchen z.B. das Eigentum erst nach dem 30.06.2015 übertragen wurde. Erfolgte nachweislich die Beauftragung zur Lieferung und Einbau der Kläranlage vor dem 31.12.2014 und konnte die Baufirma die Anlage 2015 aus bestimmten Gründen nicht erreichten, kann ebenfalls  eine Antragstellung vorgenommen werden.  Für Betroffene, welche vor dem 30.06.2015 die wasserrechtliche Erlaubnis beim Landratsamt mit den vollständigen Unterlagen versehen beantragt haben und diese bis dato noch nicht erhalten haben, gilt ebenso, wie für eine rechtsverbindliche Bauauftragung bis 30.06.2015, die Einzelfallprüfung.
In allen genannten Fällen wird nach wie vor die Antragstellung zur Förderung über den Abwasserzweckverband durchgeführt, wobei die Prüfung und letztliche Bewertung bei der Sächsischen Aufbaubank liegt.

Nach dem gültigen Abwasserbeseitigungskonzept waren im Jahr 2007 ca. 1.000 Grundstücke von der dezentralen Abwasserentsorgung betroffen. Das nachfolgende Diagramm zeigt den bisherigen Sanierungsstand betroffener Anlagen.